Mittwoch, 23. Dezember 2015

Softcover Buch


Es gibt Neuigkeiten! Die gebundene Version des Buches "Der Lauf der Dinge" ist ab heute 12:00 erhältlich. 

Das Werk liegt als Softcover-Buch auf. Bei Interesse einfach eine E-Mail an mich senden: peterfelber@msn.com (Betreff: "Lauf SC").

Oder alternativ über die Facebook-Produktseite (folgender Link) eine Message mit der Bestellung schicken.

"Der Lauf der Dinge" on Facebook


Ein kleiner Blick auf das Buch ...








Frohe Festtage!


Samstag, 19. Dezember 2015

Leseprobe: "Der Lauf der Dinge"


Der vierte Teil

 
Ein Kellner schiebt sich in sein Gesichtsfeld.

Kellner: Bitte der Herr?

Bret(mit leichtem Zögern): Einen großen Kaffee, schwarz.

K: Sehr wohl.

Als der Kellner die Sicht auf die junge Frau wieder freigibt, blickt sie ihm unverwandt in die Augen. Er ist überrascht von der Intensität ihres Blicks und obwohl er einige Sekunden lang versucht, ihm standzuhalten, wendet er sich leicht beschämt ab und starrt auf die Tischplatte vor ihm.
Er ist bei Weitem kein schüchterner Typ, aber diese Offenheit und Eindringlichkeit in ihren Augen hat ihn doch einigermaßen aus der Bahn geworfen. Als er sich wieder etwas gesammelt hat, sieht er in der Überzeugung auf, immer noch von seinem Gegenüber beäugt zu werden.
Zu seiner Überraschung ist sie verschwunden. Ihr Tisch ist leer.
Wie von der Tarantel gestochen springt er auf. Er macht ein paar Schritte auf die belebte Promenade und sieht sich hektisch um.

Aus dem OFF – K: Ihr Kaffee!

Ohne dem Kellner Beachtung zu schenken, lässt er seinen Blick durch die inzwischen dichter gewordene Menge wandern, die an ihm vorüberzieht. Erfolglos. Nach einigen Sekunden wendet er sich ab und kehrt widerstrebend zu seinem Tisch zurück.
Der Kellner sieht ihn etwas skeptisch an und präsentiert ihm sogleich die Rechnung. Den Kaffee hat er bereits auf dem Tisch abgestellt. Nebst einem Glas Wasser und einem gläsernen Zuckerstreuer.

K: Jemand den sie kannten?

B zögert. Er sieht zu wie sich der Kellner bereits einem neuen Gast zuwendet.

B(halblaut): Vielleicht … in einem anderen Leben.


Sonntag, 8. November 2015

Der Lauf der Dinge


Der dritte Teil

  
Es ist völlig leer bis auf die Überschrift:

„KAPITEL I“
 
Er reißt das Blatt heraus und zerknüllt es mit der Rechten. Achtlos wirft er es in den Papierkorb in der Ecke des Zimmers. Der Papierball prallt vom Rand des Mülleimers ab und bleibt auf dem Boden liegen.
Ohne darauf zu achten nimmt er einen Schlüsselbund von der Kommode und geht zur Tür.


SCHNITT


INNENSTADT / FUSSGÄNGERZONE
- AUSSEN / TAG

Bret schlendert auf einer zu dieser Zeit noch spärlich belebten Straße durch eine verschlafene Innenstadt. Scheinbar ziellos. Wie immer im letzten halben Jahr. Er war in Madrid, Amsterdam, Mailand und Wien. Jetzt ist er hier. Seit nun beinahe zwei Wochen. Er kommt an einem Cafe vorbei in dem er schon zwei- oder dreimal zuvor gewesen ist. Zeit spielt für ihn keine große Rolle.
Er sieht sich um. Die Tische stehen praktisch direkt auf der Straße.
Er genießt es, den Leuten beim Flanieren zuzusehen. Bruchteile ihres Lebens einzufangen und zu „speichern“. Vielleicht für späteren Gebrauch. Er wirft einen raschen Blick auf die Handvoll Leute, die an den Tischen Platz genommen haben.
Zwei Mädchen die miteinander Tuscheln und dabei keine Sekunde den jungen Mann aus den Augen lassen, der die Auslage der benachbarten Boutique wäscht. Er hat sein Hemd ausgezogen und scheint sich der Aufmerksamkeit, die er damit erregt, durchaus bewusst zu sein.
Eine alte Frau die unruhig an ihrer Frisur herumzupft.
Ein Mann Mitte 40, der in einer lokalen Zeitung liest und vollkommen in die Welt des gedruckten Wortes versunken scheint. Und …
Sein schweifender Blick wandert zurück zu dem Tisch links hinten, in der 3x8-reihigen Aufstellung.
Eine junge Frau, etwa Anfang bis Mitte 20. Halblange rötlich gefärbte Haare und ein markantes Gesicht, soweit er das aus dieser Entfernung behaupten kann. Sie hat seine Aufmerksamkeit erregt.
Er setzt sich drei Tische entfernt, ihr genau gegenüber. Sein Blick bleibt auf sie gerichtet, aber sie scheint ihn und seine Neugier noch nicht bemerkt zu haben.
Ein Kellner schiebt sich in sein Gesichtsfeld.


Sonntag, 11. Oktober 2015

Der Lauf der Dinge


"Der Lauf der Dinge" ist ab heute auch als einfache Printversion erhältlich. Der Richtpreis für die gedruckte Ausgabe liegt bei 16 Euro (der Preis kann aufgrund unterschiedlicher Versandkosten geringfügig variieren).

Bestellungen an peterfelber@msn.com unter dem Betreff "Lauf Print".

Damit man sich unter der Print-Variante auch etwas vorstellen kann, hier einige Fotos dazu.












E-Book-Thrill


In den kommenden Wochen wird es, an dieser Stelle, einige Leseproben des neuen E-Book-Thrillers "Der Lauf der Dinge" geben.

Das fertige E-Book als PDF-File ist ab sofort unter der Mail-Adresse peterfelber@msn.com unter dem Betreff "Lauf" bestellbar (Preis für das E-Book 11 Euro).
Alternativ kann das E-Book auch im Onlineshop bestellt werden: BookShop

Nähere Infos gibt es auch auf der Homepage von StP-Planet!
STP-Planet.com-Webseite


Alle Rechte dieses Blogs liegen beim Autor (Copyright: Peter Felbermayr)



Der Lauf der Dinge II


Der 2. Teil


DOWNTOWN-HOTEL / ZIMMER 413 / BAD
- INNEN / MORGEN

Wir sehen, dass jemand duscht. Die Kamera zeigt uns den nicht vollständig zugezogenen Duschvorhang. Kurz taucht ein Ellenbogen auf. Der eines Mannes. Wir hören das Plätschern von Wasser. Dampf kommt aus der Kabine. Das Wasser muss sehr heiß aufgedreht worden sein.
Wir verharren einige Sekunden in dieser Einstellung.


SCHNITT


SAME LOCATION

Wir sehen einen Mann in neu aussehenden Shorts, aber ansonsten noch unbekleidet. Es ist der Mann, den wir bereits im Vorspann gesehen haben. Der Mann unter der Dusche. Sein Name ist Bret.
Er ist noch immer mit seiner Morgenhygiene beschäftigt. Wir blicken ihm jetzt über die Schulter, und im Spiegel können wir sein Gesicht sehen. Er putzt sich gerade die Zähne und er ist offensichtlich voll auf diese Tätigkeit konzentriert. Irgendwie scheint dieses Putzen etwas Zwanghaftes an sich zu haben. Er nimmt es sehr genau.


SCHNITT


DOWNTOWN-HOTEL / ZIMMER 413 / HAUPTRAUM
- INNEN / MORGEN

Bret befindet sich jetzt wieder in dem Zimmer, in dem er im Prolog aufgewacht ist.
Die Vorhänge sind zurückgezogen. Langsam scheint draußen der Tag in die Gänge zu kommen. Der Verkehr nimmt zu. Die Sonne lugt nur schwach hinter einer Wolkendecke hervor.
Aus einem nur relativ spärlich ausgestatteten Kasten holt er sich ein paar Kleidungsstücke.
Eine hellblaue Jeanshose, ein weißes T-Shirt und ein paar graue Socken. Als er sich vollständig angekleidet hat, tritt er kurz an seinen Schreibtisch und blickt auf die sich dort befindliche Schreibmaschine hinab.
SUBJ. B.: Wir sehen, dass ein Blatt Papier eingespannt ist.
Es ist völlig leer bis auf die Überschrift:

„KAPITEL I“


Der Lauf der Dinge


Prolog

Er hatte etwas zu viel getrunken. Vom Rauchen einmal ganz abgesehen. Jegliches Zeitgefühl hat er verloren. Er hat keine Ahnung, ob er zwei oder vierzehn Stunden geschlafen hatte. Er weiß nicht, ob es morgens oder abends ist. Alles was er hatte, waren Kopfschmerzen. Nicht nur ein einfaches Stechen, sondern ein ständig zunehmendes Pochen in seinen Schläfen.
Er dreht seinen Kopf nach rechts und besieht sich selbst im Spiegel. Er liegt in einem zerwühlten, unsauberen Doppelbett.
Er ist 1,83 Meter groß, hat braune Haare, grüne Augen, ein sportliches Aussehen und einen Dreitagesbart. Bekleidet ist er mit einer dunkelblauen Shorts und dem weißen, schlichten T-Shirt, das er schon gestern getragen hat.
Das wenige Licht, das durch die zugezogenen Vorhänge dringt, zeigt ihn müde mit dennoch willensstarken und ausgeprägten Gesichtszügen.
Er stellt sich vor, wie es wäre, nicht zu wissen, wer er ist. Das scheint gar nicht so schwer. Er würde einfach aufwachen und sein ganzes bisheriges Leben vergessen haben. Wieder bei Null beginnen.
Langsam und schwerfällig richtet er sich im Bett auf. Das Pochen in seinem Kopf wird stärker. Er kneift die Augen zusammen und schiebt sich die Hände vors Gesicht. Einige Sekunden verharrt er in völliger Stille. Er lauscht.
Schwaches Stimmengewirr aus dem Nebenzimmer, entfernter Motorenlärm, aufdringliche Musik aus dem Innenhof und … der Wind. Er kann sich an ein Gedicht erinnern, das er einmal über den Wind geschrieben hat. Verdammt lang her. In einem anderen Leben. Er kann oder will nicht mehr an diese Zeit denken.
Mit einem Ruck nimmt er die Hände vom Gesicht und setzt sich an die Bettkante. Er atmet tief durch und schmeckt die abgestandene Luft. Seine Kopfschmerzen werden zunehmend schlimmer.
Vom Nachttisch nimmt er ein Päckchen Aspirin und drückt sich vier Tabletten in die flache Hand.
Nichts da, um sie herunterzuspülen. Als er aufstehen will, stößt er mit dem Fuß gegen eine Flasche. Prüfend hebt er sie ans Licht. Tequilla. Keine große Marke, aber gut genug. Er schluckt die vier Tabletten auf einmal und spült sie mit der hellbraunen Flüssigkeit herunter.
Sein Blick fällt auf die nicht ganz geschlossene Nachttisch-Schublade. Er fixiert sie richtiggehend. Langsam und behäbig streckt er seine Hand danach aus. Zuerst um sie zuzuschieben, nur um sie dann mit einem Ruck doch zu öffnen.
Die Lade ist tief und voller Schatten. Er kann, aus seiner Position, nicht erkennen, was sich darin befindet. Prüfend steckt er seine Hand hinein und wühlt scheinbar wahllos herum. Plötzlich hält er inne. Er hat gefunden, wonach er gesucht hat.
Als er seine Hand herauszieht, umklammern seine Finger eine 45er Handfeuer-Waffe. Der Revolver ist silbergrau und blank poliert. Das spärliche Licht reflektiert sich auf seinem Lauf.
Prüfend hält er die Waffe in seiner linken Hand. Schlagartig lässt er sie sinken.
Einige Minuten vergehen. Er sitzt völlig regungslos, bis plötzlich ein Ruck durch seinen Körper geht. Er steht auf, macht einige Schritte vorwärts und sieht zur nicht ganz so weißen Zimmerdecke auf. Fast fragend.
Als er den Kopf senkt, hebt er gleichzeitig die Linke in Kopfhöhe. Er richtet den Revolver auf seine Schläfe und verschließt die Augen vor seinem Spiegelbild.

Er legt den Finger an den Abzug, nur um dann inne zu halten.
Mit einem Seufzer lässt er die Waffe sinken und öffnet die Augen.
Er atmet tief durch, geht zum Nachttisch und legt die Waffe zurück.
Langsam, fast bedächtig schließt er die Lade. Er wendet sich um und geht zum Fenster. Als er den Vorhang beiseite schiebt, wird das Innere des Zimmers in gleißendes Sonnenlicht getaucht. Er muss die Augen zusammenkneifen, um etwas zu erkennen.
Die Tür zum Balkon ist nur angelehnt. Er geht nach draußen um den Tag zu begrüßen.